Auch im Wormser Westen: STOLPERSTEINE – PROJEKT DES ERINNERNS 

Der Künstler GUNTER DEMNIG verlegt pflastersteingroße Messingplatten im Gehweg vor der letzten frei gewählten Wohnung von Menschen, die während der Nazidiktatur verfolgt wurden. Dazu gehören Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und Menschen mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung. Nach dem Novemberpogrom 1938 wurden fast alle deutschen Juden gezwungen, ihre Wohnungen aufzugeben und in zwangsweise zugewiesene Unterkünfte umzuziehen. Auf den Stolpersteinen sind der Name, die Lebensdaten und der Schicksalsweg festgehalten.
Ausführliche Informationen auf der Homepage des Künstlers: http://www.stolpersteine.eu/
In unserem Bereich sind bisher 23 Steine an 8 Stellen verlegt worden. Der Ortsverein bietet Führungen zu den Steinen an und kümmert sich auch um deren Reinigung.

Eleonoren-GymnasiumDas Eleonoren-Gymnasium wurde als überkonfessionelle Höhere Mädchenschule von 14 Bürgern der Stadt Worms im Jahre 1874
gegründet. Bei ihrem Umzug in das durch Großherzogin Eleonore von Hessen-Darmstadt eingeweihte Gebäude am heutigen Karlsplatz, erhielt die mittlerweile städtische Schule am 18. Oktober 1906 ihren Namen.

Gemeinsam mit dem rund 20 Jahre zuvor errichteten Wasserturm und der auf dem freien Eckgrundstück vorgesehenen (Luther-)Kirche sollte das Schulgebäude eine repräsentative Einheit bilden sowie den Karlsplatz nach Südwesten abschließen. Der im rheinhessischen Wörrstadt geborene Architekt Georg Metzler plante und erbaute eine stilistisch facettenreiche Schule: "Ein sich in den Formen der Neogotik und Neorenaissance bewegender Historismus" findet sich am Eleonoren-Gymnasium ebenso wieder wie Elemente Eleonoren-Gymnasiumdes Jugendstils - wenn auch leider die bunten Jugendstilfenster der heutigen Schulaula seit 1921 infolge einer ungeheuren Explosion und der von Ludwigshafen bis nach Worms reichenden Druckwelle zerborsten sind.

Kein Wunder also, dass das alte Schulensemble aufgrund seiner vielschichtigen Architektur denkmalgeschützt ist.
Städtebaulich interessant für die Zeit um 1906 ist, dass der Bau damals noch eine städtische Randlage einnahm. Gleichwohl hatte die Erweiterung der Stadt Worms nach Westen hin bereits begonnen.

Im weiteren Verlauf der Geschichte wurde das Schulgebäude dann mehrfach erweitert und modernisiert, so dass das "Elo" zwischenzeitlich mit über 1.225 Schülern (2009) eine der größten Schulen in Rheinland-Pfalz ist.

 

Text & Fotos: Florian Helfert
Quellen:

Hauß, Helmut 1996: Zum Altbau des Eleonorengymnasiums. Wirkungsästhetische und kunstgeschichtliche Aspekte. In: Staatliches Eleonoren-Gymnasium Worms (Hrsg.): Unser Schulhaus wird 90 Jahre alt.
Wolf, Josef 1996: Eine Chronik des Schulhauses. In: Staatliches Eleonoren-Gymnasium Worms (Hrsg.): Unser Schulhaus wird 90 Jahre alt.

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